Dienstag, 10. April 2012

Rezension "Als die schwarzen Feen kamen" von Anika Beer

Hallo meine lieben LeserInnen,


Heute gibt es endlich mal ein Update und wieder eine Rezension von mir.

Wie ich ja bereits angekündigt hatte, habe ich "Als die schwarzen Feen kamen" als Rezensionsexemplar in Empfang nehmen dürfen. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle noch einmal recht herzlich bei amazon und dem cbj Verlag bedanken.


Nun möchte ich Euch aber nicht länger auf die Folter spannen und Euch endlich meine Rezension zu diesem Buch präsentieren. Viel Spaß beim Lesen!






Titel: Als die schwarzen Feen kamen
Autorin: Anika Beer
Empfohlenes Alter: 12-15 Jahre
Broschiert: 448 Seiten
Verlag: cbj
Auflage: 1. Auflage 2012
Preis: 12,95 (D)
ISBN-10: 3570401472
ISBN-13: 978-3570401477








Die Autorin:

„Als die schwarzen Feen kamen“ entstammt der Feder von Annika Beer. Sie wurde 1983 geboren und wuchs in Oerlinghausen am Teutoburger Wald auf. Anika Beer studierte, nahm eine Teilzeitstelle an der Universität an und machte sich schließlich 2012 als Schriftstellerin selbstständig. 

Genauere Angaben zu ihrer Person könnt Ihr auf Ihrer Homepage finden.




Handlung:
Auf den ersten Blick unterscheidet sich Marie nicht großartig von anderen Schulmädchen im Teenager-Alter mit gewissen Problemen. Zwischen ihr und ihrer besten Freundin Theresa scheint einiges nicht mehr so ganz glatt zu laufen. In ihrer Familie ist etwas vorgefallen, das sich am besten als einschneidendes Erlebnis bezeichnen lässt. Das alles klingt erst einmal ziemlich wage – ich möchte hier wirklich nicht allzu viel verraten – und könnte somit die Beschreibung für das Leben vieler Teenager sein, doch als ob diese Probleme nicht genug wären, wird Marie plötzlich von schwarzen Feen bedroht. Die Gefahr, die von diesen grausigen Kreaturen ausgeht, weitet sich sogar aus. Sie greift auch auf die Menschen über, die Marie am Herzen liegen.  

Es scheint für Marie nur einen Menschen zu geben, der ihr dabei helfen kann, die Bedrohung durch die schwarzen Feen abzuwenden - einen älteren Jungen aus ihrer Schule: Gabriel. Doch auch ihn umgibt ein Geheimnis. Er kann die Schattenwesen der Menschen erkennen. Wesen, die erschreckende Gestalten annehmen.

Als Marie sich dazu entschließt, Gabriels Hilfsangebot anzunehmen, sind die schwarzen Feen bereits so weit vorgedrungen, dass die von ihnen ausgehende Gefahr kaum mehr zu bannen scheint. Marie möchte Gabriel vertrauen und benötigt seine Unterstützung, doch es gibt eine Seite an ihm, die er vor ihr versteckt.




Stil / Aufbau: 
Anika Beers Schreibstil ist flüssig und lebendig. Man kann ihm gut folgen. Ich persönlich fand jedoch die ersten Kapitel etwas zu langgezogen. Man erfährt einiges über Marie und ihr Leben und dies hilft einem, sie als Charakter besser einordnen zu können. Ich brannte aber innerlich auf mehr Informationen rund um die schwarzen Feen und fand es dabei etwas schwierig, manchen Szenen, die zwar strategisch wichtig waren, aber gern kürzer hätten sein können, zu folgen.

Etwa ab der Hälfte des Buches setzte bei mir erst der Moment ein, an dem ich „Als die schwarzen Feen kamen“ wirklich nicht mehr aus der Hand legen wollte, weil mich die Spannung immer mehr vorantrieb.


Zwischen den Kapiteln, die in der normalen Welt – um das Setting genauer zu benennen: in Hamburg – spielen, gibt es immer wieder Kapitel, die als „Interludium“ gekennzeichnet sind und in denen sich das Setting stark verlagert. Zu viel kann ich dazu an dieser Stelle nicht verraten, um die Spannung nicht zu mindern.

Die Kapitelüberschriften sind leider teilweise so betitelt, dass sie mich zu sehr erahnen haben lassen, was in etwa in dem jeweiligen Kapitel passieren könnte. Dies empfand ich leider als spannungsmindernd.

Das Charakterdesign war gut gestaltet. Mir gelang es, ein Gespür für alle Personen zu finden und es gab Sympathieträger, aber auch unsympathischere Charaktere.




Ausgabe/Aufmachung: 

Mir liegt dieses Buch als Rezensionsexemplar in der Erstaufgabe vom April 2012 vom cbj Verlag vor. 

Hierbei handelt es sich um ein Softcover mit einem Umfang von 448 Seiten vor.

Die dominierenden Farben des Covers bestehen aus Grüntönen und Schwarz. Dunkle Schmetterlinge sind auf dem Cover verteilt - wohl ein Hinweis auf die schwarzen Feen. In einiger Entfernung, sieht man die Silhouette einer Person auf einem undeutlichen, erleuchteten Weg in gewisser Ferne.

Im Großen und Ganzen sagt mir das Cover zu, obwohl ich nicht unbedingt Schmetterlinge für die Covergestaltung gewählt hätte. Flügel sind nicht gleich Flügel und schwarze Feen stelle ich mir doch noch etwas anders vor. Aber gut, das ist Betrachtungssache.







Meine Wertung: 

Ich muss ehrlich zugeben, dass ich bei diesem Buch zunächst ziemlich schwankte, was meine Bewertung angeht. Zu Beginn habe ich mich erwischt, öfter nur wenige Seiten zu lesen, weil ich zwar gut in den Plot fand, mich aber davon nicht gefangen genug sah.

Die dem Buch grundlegende Idee und die Geschichte, die hinter der Bedrohung durch die schwarzen Feen steckt, finde ich jedoch durchaus ansprechend und gut überlegt. Sie hat mich beeindruckt. Ich hätte mir jedoch irgendwie noch etwas mehr davon erwartet. An einigen Stellen finde ich der Situation zu viel Raum gegeben, an einigen – meiner Meinung nach weitaus wichtigeren Punkten – kam der Tiefgang für mich zu kurz. Mir fehlte eine gewisse Portion „Hintergrundwissen“. Beispielweise dazu, warum es die Schattenwesen gibt und sie die jeweiligen Gestalten annehmen. Zu erahnen war dies, ich hätte aber gern expliziter dazu gelesen.

Das Charakterdesign mochte ich. Gerade bezüglich von Nebencharakteren fiel mir dies auf.

Beziehungen der Charaktere zueinander, sowie deren weitere Entwicklung wurden hier sehr schön dargestellt.

Viele Umstände finde ich in diesem Buch durchaus nachvollziehbar dargestellt. An einiger Stelle im Buch wird zum Beispiel die Gedanken- und Gefühlsebene von Theresa, Maries Freundin, deutlicher. Dies fand ich gut, da es mir bezüglich der Beziehung der Freundinnen das Gefühl von unterschiedlicher Wahrnehmung von Individuen vermittelte und dadurch sehr realistisch wirkte. Dieser gefühlten Realität standen hingegen ab und an auch Umstände gegenüber, die ich als etwas weniger realistisch begriffen habe – und damit meine ich nicht unbedingt die offensichtlich fiktiven Elemente des Plots.

Dies alles hört sich wohl ziemlich negativ an, aber ich finde das Buch keinesfalls so schlecht, wie es klingen mag. Ich würde eher sagen, dass es in meinen Augen verbesserungswürdig ist. Ich würde mir so etwas wie eine „expanded version“ von „Als die schwarzen Feen kamen“ wünschen, in denen noch mehr auf die Welt und Wesen, die hier geschaffen wurden, eingegangen wird. Denn diese eine gewisse Welt, die dieses Buch beschreibt, ist durchaus interessant gestaltet. Manchmal ist weniger mehr. In diesem Fall wäre ich gern bereit gewesen, mehr Seiten zu lesen und dafür dem Plot mehr Raum zur Erweiterung des Spektrums zu geben.

Wie schon gesagt, bin ich wirklich beeindruckt von der Idee, die hinter den schwarzen Feen steckt. Allein schon daher würde ich empfehlen, dieses Buch zu lesen. Man kann durchaus eine nicht unwichtige Lehre aus diesem Buch ziehen, die sogar sehr hilfreich für den eigenen Lebensweg sein kann.



Von mir bekommt dieses Buch 3 von 5 Sternen. Damit ist es in meinen Augen immer noch ein gutes Buch, aber eben keines, das mich vor Begeisterung direkt umwirft. 






Eine LESEPROBE zum Buch findet Ihr HIER.









1 Kommentar:

  1. Ich finde die Aufmachung des Buches sehr schön :D


    Ich bin gerade auf deinen Blog gestoßen und habe ein bisschen auf deinem Blog gestöbert und mich dazu entschlossen, regelmäßiger Leser zu werden.
    Ich würde mich sehr freuen, wenn du meinen Blog besuchen würdest und und ihn, wenn er dir gefällt, regelmäßig lesen würdest.

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    Liebe Grüße
    Chrisy

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