Freitag, 13. April 2012

Rezension: „Eine Tat wie diese“ von Amy Efaw

Ihr Lieben, 

Heute habe ich passend zu meinem aktuellen Gewinnspiel eine Rezension zum Buch "Eine Tat wie dese" von Amy Efaw für Euch. 

Los geht's...
 




Titel: Eine Tat wie diese
Originaltitel: After
Autorin: Amy Efaw
Empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Carlsen Verlag GmbH
Auflage: 1. Auflage 2012
Preis: 12,90 (D)
ISBN-10: 3551310815
ISBN-13: 978-3551310811






Handlung:

Ein Neugeborenes wird in einem Müllcontainer gefunden.

Dass es sich dabei um eine grausame Tat handelt, steht außer Frage. Ausgerechnet Devon Davenport, ein fünfzehnjähriges Mädchen, das als Musterschülerin und äußerst verantwortungsbewusst gilt, soll diese Tat begangen haben. Dabei stehen ihr viele Türen für eine fantastische Zukunft offen. Denn abgesehen von guten Schulnoten und guten Charaktereigenschaften, deutet sich für Devon auch eine mögliche Zukunft als Profisportlerin an. Es sieht sogar so aus, als hätte sie Aussicht auf einen Stipendienplatz an einer renommierten Sportuniversität.

Diese vielversprechende Zukunft rückt jedoch in weite Ferne, als Devon in Untersuchungshaft gerät und unter anderem bezüglich des Mordversuchs an ihrem eigenen Kind angeklagt wird. Sollte sie schuldig gesprochen werden, so droht ihr eine lebenslange Inhaftierung.

Dieses Buch beschäftigt sich mit der Wahrheitssuche, die sich vor allem darauf konzentriert, welche Motive hinter der Straftat stecken, die Devon begangen hat, und wie es so weit kommen konnte, dass sie einem hilfloses Wesen – einem Baby – solches Leid antun konnte.  



Die Autorin: 

Amy Efaw wurde 1967 in Chicago, USA geboren. Sie absolvierte die West Point Militärakademie und arbeitete nach ihrer Zeit in der Armee als freie Journalistin. Heute ist sie verheiratet und hat fünf Kinder. Dass sie sich eingehend mit der Thematik, mit der sich „Eine Tat wie diese“ beschäftigt, auseinandergesetzt hat, lässt ihr Nachwort zum Buch erahnen. 






Stil/Aufbau:   

„Eine Tat wie diese“ ließ sich flüssig lesen. Darüber hinaus wirkt der Plot auf mich realistisch. Es wirkt so, als könnte Devon eines von vielen Mädchen sein, die sich in eben ihrer Situation befinden und dafür verurteilt werden, nach einer Teenagerschwangerschaft ihr Kind ausgesetzt zu haben.

Die Motive, die ihrem Handeln dabei zu Grunde liegen, wirken genauso realitätsnah, wie ihre Situation selbst. Gerade dadurch, dass ich selbst einen sozialpädagogischen Ausbildungshintergrund habe, war es mir wichtig, von der Handlung dieses Buches überzeugt zu werden und dies hat Amy Efaw mit ihrem Jugendbuch geschafft. Wenngleich ihre Sätze und ihre Wortwahl unkompliziert erscheinen und einen leichten Lesefluss ermöglichen, so lässt sich doch auch die Recherche erkennen, die hinter diesem Buch gesteckt haben muss.

Geschrieben ist das Buch aus der Sicht eines auktorialen Erzählers. Es gibt aber dennoch viel Einsicht in Devons Gedanken, die unter anderem durch Erinnerungen, die als kurze Flashbacks genutzt werden, ermöglicht wird.

„Eine Tat wie diese“ nutzt die Gegenwartsform. Obgleich ich kein allzu großer Fan von Büchern, die in dieser Zeitform geschrieben sind, bin, kann ich bei diesem Buch jedoch darüber hinwegsehen, da alles andere mir einfach als stimmig erscheint.

Das Charakterdesign greift einige Stereotypen auf. Gerade die Charaktere von Devon und ihrer Mutter zeigen dabei Eigenschaften auf, die auf Grund ihrer biografischen und sozialen Prägung nicht allzu überraschende Formen angenommen haben.  Auch ihre Beziehung zueinander ist von gewissen stereotypisch erscheinenden Aspekten geprägt, was aber auch der hohen Wahrscheinlichkeit geschuldet ist, dass sie sich auf Grund ihres gemeinsamen Hintergrundes, eben genauso entwickelt, wie sie es getan hat. Diese beiden Aspekte sind für das Buch als solche jedoch keinesfalls von Nachteil, da sie den Plot umso realistischer machen.

Spannung war in „Eine Tat wie diese“ durchaus vorhanden und ich hatte auch das Gefühl, dass sie sich durch das ganze Buch zog. 






Ausgabe/Aufmachung:

 Mir liegt das Buch als Erstausgabe vom April 2012 vor. Veröffentlicht wurde es im Carlsen Verlag. „Eine Tat wie diese“ umfasst 416 Seiten und es handelt sich hierbei um ein Taschenbuch.

Das Cover wirkt auf den ersten Blick recht schlicht. Es ist in einem dominierenden Farbton gehalten, den ich als Grauton mit leichtem Gelbstich bezeichnen würde. Der Titel des Buches, sowie der Name der Autorin zieren die linke Coverseite. Rechts befindet sich die Abbildung eines jungen, schwarzhaarigen Mädchens. Ihre Haltung deutet auf eine gewisse Niedergeschlagenheit, zumindest doch aber eine Nachdenklichkeit hin. Die Genialität der Covergestaltung, findet sich wohl im Schatten des Mädchens. Dieser zeigt nämlich ihre Formen rundlicher: eine größere Brust und einen Babybauch.

Ich empfinde das Cover als sehr passend zur Handlung des Buches. Darüber hinaus hat es mich neugierig gemacht.







Meine Wertung: 

Der einzige Minuspunkt, den ich bei diesem Buch sehe, liegt in meinen Augen in dessen Ende und fällt auch kaum ins Gewicht.

An sich ist dieses besagte Ende gerade dadurch spannend, dass es einen recht unerwarteten Zug annimmt. Gerade dies ist der Part, den ich daran gut finde. Jedoch wird auch noch einiges in Bezug auf die Handlung offen gelassen. Die wohl wichtigste Frage in Bezug auf den Plot dürfte man wohl als geklärt bezeichnen. Es gibt darüber hinaus jedoch noch weitere Fragen, deren Beantwortung eher offen gelassen wird. Dadurch bietet sich ein gewisser Interpretationsspielraum. Auf der einen Seite ist dies schön und unterstreicht noch einmal den Eindruck dessen, dass Devon hier als Vertreterin für viele junge Mädchen bzw. Frauen in einer ähnlichen Situation gelten kann, andererseits war ich jedoch auch so von ihrem Schicksal gefesselt, dass ich mir eine komplettere Auflösung gewünscht hätte – einfach, um eben Devons Geschichte bis zum Ende erzählt zu bekommen. Man könnte also sagen, der Ausgang des Buches stürzt mich in eine gewisse Zwiespältigkeit.

Ansonsten habe ich in „Eine Tat wie diese“ jedoch alles gefunden, was ich mir bei einem guten Buch wünsche: eine unterhaltsame Handlung, Spannung und Gefühl. Die Realitätsnähe des Buches stellt dabei auch noch einen weiteren, nennenswerten Pluspunkt dar. 


Von mir gibt es 4 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung für dieses tolle Buch. 






Vielen herzlichen Dank an die Buchbotschafter (iRead Media) und den Carlsen Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares! 







Eine LESEPROBE zum Buch gibt es HIER.




Wenn Euch meine Rezension zu diesem Buch gefallen und Euch neugierig gemacht hat, 
habt Ihr noch bis zum 15.04.2012 umd 23.59 Uhr Zeit, 
um bei dem GEWINNSPIEL zum Buch auf meinem Blog mitzumachen.

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