Sonntag, 20. Mai 2012

Rezension: "Vergiss dein nicht" von Cat Clarke

Hallo Ihr Hübschen, 



Wie geht es Euch da draußen? 


Wie Ihr schon mitbekommen habt, ist seit meinem letzten Post ja wieder einige Zeit vergangen. Ich habe jetzt mein Praktikum im Jugendamt begonnen und wie jeder andere auch, verfüge ich auch noch über ein Leben jenseits der virtuellen Weiten. So kam ich während der Woche nicht zum Bloggen. Ich weiß auch ehrlich gesagt noch nicht, wie es diese Woche aussehen wird. 
Ich denke, ich brauche noch ein bisschen, bis ich einen neuen Rhythmus für mich und meine Aktivitäten gefunden habe, zumal ich momentan noch nicht viel über meine Arbeitszeiten sagen kann. Erst einmal sieht es so aus, als würden sie von Woche zu Woche variieren. Ich kann mich also bezüglich meiner Zeiteinteilung noch nicht wirklich gut orientieren.


Ich hoffe, dass Ihr mir das nachsehen könnt und trotzdem am Ball bleibt. Ich möchte dieses Blog nicht aufgeben - auch, wenn ich vielleicht erst einmal nur noch am Wochenende zum Posten komme - und es würde mich natürlich freuen, wenn Ihr weiterhin dabei bliebet und mir auch gern einige Kommentare hinterlassen würdet.


Bei mir sind in den letzten Tagen einige neue Bücher dazugekommen und ich komme gerade gar nicht so schnell dazu, meinen SUB abzuarbeiten, wie ich es gern wollte. Ich kann Euch auch gern mal die Neuzugänge zeigen. 


Wie Ihr auch gemerkt habt, stelle ich bisher eigenlich nur Bücher vor, die mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt wurden. Ich habe auch noch genügend andere gelesen und auch gekauft, aber ich lege gerade mein Hauptaugenmerk darauf, die Rezensionsexemplare vorzustellen. Auf Grund des Zeitmangels, der sich in den letzten Wochen bei mir eingeschlichen hat, setze ich hier einfach ein paar Prioritäten. Ich denke, dass die Bereitssteller der Rezensionsexemplare es einfach verdient haben, dass ich ihren Büchern an diesem Punkt Vorrang gebe, denn immerhin möchte ich ja nicht nur "Absahnen", sondern auch meinen Part leisten und Euch die Bücher vorstellen und sie ehrlich bewerten. 


Momentan habe ich noch fünf Rezenionsexemplare zur Bewertung offen (von denen ich noch 2 1/2 lesen muss) und einiges an geschriebenen Rezensionen solcher Leseexemplare unveröffentlicht auf meiner Festplatte/meinem iPad. 

Ich weiß, dass es viele, zum Teil hitzige, Diskussionen um Blogs gibt, die einzig und allein Rezensionsexemplare vorstellen. Wie Ihr dazu steht, ist ja Euch selbst überlassen. Ich finde es jedoch fair, Euch meine Beweggründe zu nennen und habe sie dadurch kurz erwähnt. 
Natürlich würde ich mich freuen, wenn niemand auf Grund der aktuelln Situation abspringt. Ich liebe Bücher und es geht mir hier nicht nur darum, Bücher einzustreichen. Mein Stapel ungelesener Bücher, der aus selbstgekauften Büchern besteht, umfasst derzeit gut an die 70 Bücher und es werden auch noch Vorstellungen dazu erfolgen. Soviel kann ich Euch versprechen. 


So, nun habe ich Euch aber genug "gebriefed" und wünsche Euch viel Spaß beim Lesen meiner heutigen Rezension:






"Vergiss dein nicht"





Titel: Vergiss dein nicht
Originaltitel: Entangled
Autorin: Cat Clarke
Übersetzer: Zoë Beck
Taschenbuch: 288 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Paperback)
Auflage: 1. Auflage 2012
Preis: 12,99 (D)
ISBN-10: 3785760612
ISBN-13: 978-3785760611







Die Autorin: 

Cat Clarke erblickte 1978 in Sambia das Licht der Welt. 

Aufgewachsenen in Edinburgh und Yorkshire, arbeitete sie nach Beendigung ihres Studiums für einen Kinderbuchverlag in London. Sie schrieb darüber hinaus bereits selbst Sachbücher für Kinder. 

Cat Clarke gründete eine Literaturagentur, deren Zielgruppe junge Autoren sind.

"Vergiss dein nicht" ist der Debütroman der Autorin.  







Inhalt:

"Vergiss dein nicht" ist der Titel, unter dem Cat Clarkes Roman "Entangled" auf dem deutschsprachigen Markt erschienen ist. Er erzählt die Geschichte von Grace, die sich eines Tages in einem weißen Raum wiederfindet ohne zu wissen, wie sie dorthin gekommen ist.

Als wäre das noch nicht genug, trifft sie dort wiederholt auf einen jungen Mann namens Ethan, der sie immer wieder aufsucht und den Grace in eben jener Nacht kennenlernte, in der sie sich umbringen wollte.

Grace selbst kann dem weißen Raum, der sie gefangen hält, nicht entfliehen. Ohne zu wissen, warum und wo sie eingesperrt ist, ob sie je wieder aus ihrem Gefängnis ausbrechen kann und ob sie ihren dortigen Aufenthalt überleben wird, verbringt Grace fortan ihre Zeit damit, das für sie bereitliegende Papier und die Stifte zu nutzen und zu schreiben. Dies scheint der einzige Weg zu sein, auf dem sie ihre Wahrheit wiederfinden und das Rätsel um ihren Aufenthalt und Ethans Rolle in ihrem Leben lösen kann.

Was durch Graces Schreiben ans Licht kommt, ist ihre bewegende Geschichte.






Stil / Aufbau:

Die Kapitel des Buches sind mit der Anzahl des Tages von Graces Aufenthalt in dem weißen Raum, in dem sie sich befindet, betitelt. Die Handlung startet dabei an Tag 3.
 Da für den Plot das Schreiben von Grace überaus wichtig ist, erfahren die Leser viel aus ihren geschriebenen Worten. Was sie zu Papier bringt, hat dabei den Charakter eines Tagebuches. Sie beschäftigt sich nicht nur mit dem jeweiligen Tag, sondern auch mit Ereignissen ihrer Vergangenheit. Auf diese Weise ermöglicht die Autorin das Kennenlernen von Graces Geschichte, aber auch die Einsicht in ihre momentane Befindlichkeit und ihre Gedanken.

Stellenweise wurde mir beim Lesen nicht ganz klar, ob ich mich noch in der Ebene des Tagesbuches befinde, da die Erinnerungen, die im Buch aufgezeigt werden, klare Formulierungen und Situationen thematisieren. Ich war mir nicht ganz schlüssig, ob ich mich in einem Flashback befinde, in dem die Situation direkt durchläuft, oder ob ich lediglich die Erinnerungen durchlaufe, die Grace zu Papier gebracht hat. Sollte Letzteres der Fall sein, so muss ich sagen, dass Graces Erinnerungen durchaus detailliert und präzise sind.
Dieses soeben thematisierte, leichte Verwirrungsgefühl, das sich bei mir einstellte, hat den Lesefluss jedoch nicht gebrochen. Es ist für das Verständnis der Handlung nicht wirklich von Nöten, eine genaue Zuordnung durchführen zu können.

Cat Clarke schreibt in größtenteils recht kurzen Sätzen und nutzt eine gut verständliche Wortwahl. Ihr Schreibstil ermöglicht ein flüssiges Lesen, bei dem viele Informationen aufgenommen werden können. Darüber hinaus gelingt es der Autorin, Stimmungen gut einzufangen und zu spiegeln.  

Bezüglich der Charaktere wartet Clarke mit relativ wenigen Personen auf, die dafür jedoch umso anschaulicher dargestellt werden. Die direkten und indirekten Beschreibungen der jeweiligen Personen ermöglichten mir, ein umfassendes Bild und ein Gespür für die jeweiligen Charaktere zu bekommen. Für meinen Geschmack gab es bezüglich des Charakterdesigns auch genug Abwechslung.





Ausgabe / Aufmachung:

„Vergiss dein nicht“ liegt mir als Erstauflage von 2012 vor. Erschienen ist der Roman bei Bastei Lübbe (Lübbe Paperback) und aus dem Englischen übersetzt wurde er dabei von Zoë Beck.

Bei dem Buch handelt es sich um ein Taschenbuch mit einer Stärke von 288 Seiten.

Das Cover ist ebenso simpel, wie anspruchsvoll. Auf weißem Grund befindet sich der Print eines farblich schwach abgebildeten Textes, in dem einzelne Buchstaben in Violett gedruckt sind. Diese ergeben den Titel „Vergiss dein nicht“. Die inneren Umschlagseiten des Buches sind in Violett gehalten.





Gesamteinschätzung:

Ich finde, dass Cat Clarke auf simple, jedoch eindrucksvolle Weise die Lebensgeschichte von Grace darstellt, die packend und rührend zugleich ist. Besonders das Ende des Romans hat mich beeindruckt und berührt. Hier wird noch ein kleiner Trumpf ausgespielt, der dem Plot Nachdruck verleiht und ihn in Erinnerung bleiben lässt.    

Als sehr schön wiedergegeben empfand ich auch die Beziehungsebenen von Grace und den anderen Personen in diesem Buch. Besonders anschaulich empfand ich dabei die Beziehung von Grace zu ihrer besten Freundin Sal. Letztere trägt auch dazu bei, dass ich ab und an den Eindruck hatte, in einem Teenagerdrama gelandet zu sein, das ich jedoch weder als nervig noch als negative Beeinflussung für den Lesegenuss empfand. Viel eher hat die anschauliche Darstellung in dieser Hinsicht dazu beigetragen, dass ich Graces Situation überaus gut nachempfinden konnte.

Das Wechselspiel zwischen Darstellungen der Vergangenheit und Gegenwart trug zur Spannungssteigerung beim Lesen bei. Ich brannte förmlich darauf, mehr zu erfahren und die Charaktere besser kennenzulernen. An einigen Stellen hätte ich mir gar gewünscht, ein Spin-off zu Sals Leben lesen zu können.

Ich habe „Vergiss dein nicht“ als leicht lesbaren, eindrucksvollen Roman erlebt, den ich jederzeit wieder lesen würde. Wenn sich bei mir die Bereitschaft einstellt, ein Buch mehr als einmal zu lesen, sehe ich das als ein überaus gutes Zeichen an und dies ist hier der Fall.

Es gibt nichts, was ich mir bei diesem Buch anders gewünscht hätte und ich bin mit „Vergiss dein nicht“ vollkommen zufrieden und auf den erhofften Lesegenuss gekommen.   








Vielen Dank an Amazon und Bastei Lübbe für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!


 

1 Kommentar:

  1. Werde - natürlich - auf jeden Fall dabei bleiben! Das Praktikum klingt echt super und ich hoffe, dass du viel Erfolg und auch Spaß haben wirst! Aber dem bin ich mir ja sicher ^___~ Bei dir sowieso :3

    Ich finde es gut, dass du hier erklärt hast, warum du den Rezensionsexemplaren unter deinen Büchern den Vortritt gewährst und ehrlich gesagt verstehe ich überhaupt nicht, warum da Leute Stress machen (würden). Immerhin machst du dir ja auch die Arbeit hier sehr eingehende Rezensionen abzuliefern, die nicht nur mal eben so "hingekrakelt" sind. Dass du Bücher liebst, ist mehr als bemerkbar. Da verwundern die anderen 70 (und mehr) Bücher kaum - niiiiice!!

    Weiter so und ganbatte beim Praktikum!! (^___^)//

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