Freitag, 8. Juni 2012

Rezension: "Finding Sky" von Joss Stirling


Einen schönen Abend Euch Lieben, 


Hier gibt es eine neue Rezension für Euch. Ich hoffe, dass Ihr Spaß beim Lesen habt!
Besitzt jemand von Euch schon "Finding Sky"? Wenn ja, wie findet Ihr es? 
Ich freue mich auf Eure Kommentare! 




Eure 





"Finding Sky"




Titel: Finding Sky
Originaltitel: Finding Sky
Autorin: Joss Stirling
Übersetzer: Michaela Kolodziejcok
Empfohlenes Alter: ab 14
Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag
Auflage: 1. Auflage 2012
Preis: 16,95 (D)
ISBN-10: 3423760478
ISBN-13: 978-3423760478










Joss Stirlings Roman „Finding Sky“ legt den Grundstein zu einer neuen, bewegenden Jugendbuchreihe.

Sky Bright ist ein schüchternes junges Mädchen im Alter von sechzehn Jahren als sie ihr Leben in London hinter sich lässt, da es sie und ihre Eltern in die Vereinigten Staaten von Amerika verschlägt. Es ist nicht das erste Mal für Sky, dass sie sich ein neues Leben aufbauen muss. Ihre Vergangenheit lastet auf ihr, doch sie kann sich kaum daran erinnern, was in ihrer frühen Kindheit passierte.

Skys Familie lässt sich in dem doch eher ruhigen Ort Wrickenridge in Colorado nieder. Dort muss Sky ihr Leben neu ordnen, sich in ihrer neuen High School zurechtfinden, einen neuen Freundeskreis aufbauen und sich vor allem vor möglichen Gefahren in Acht nehmen.
Doch die Versuchung hat einen Namen: Zed Benedict. Er ist die Verkörperung des sogenannten Bad Boy, der schon in so vielen Büchern und Filmen die Mädchenherzen hat höher schlagen lassen. Er ist derjenige, vor dem Eltern ihre Töchter warnen, derjenige, der gefürchtet wird und der dennoch ein Geheimnis verbirgt, das es umso unwiderstehlicher macht, ihn genauer kennenzulernen. Das muss auch Sky erkennen. Sie fühlt sich zu Zed hingezogen. Doch „Finding Sky“ ist mehr als nur eine klischeehafte Teenagerromanze zwischen einem schüchternen Mädchen und dem bösen Jungen, der sie vom rechten Weg abbringt.
Zed Benedict ist in der Lage, durch Telepathie mit Sky zu kommunizieren. Doch damit nicht genug: Er ist davon überzeugt, dass Sky sein Seelenspiegel ist. Als solcher wäre sie Zeds perfektes Gegenstück und praktisch die Ergänzung seiner Existenz. Doch Sky wäre noch viel mehr als das: ein Savant wie Zed. Und Savants, das sind Menschen mit besonderen Fähigkeiten.
Sky spürt die Gabe, die sie geschenkt bekam, in sich ruhen. Doch sie kann Zed nicht glauben, denn ihre Vergangenheit verfolgt sie und beschert ihr eine höllische Angst davor, diese Gabe zu erwecken.

Für die Recherche zu „Finding Sky“ reiste Joss Stirling von den Rocky Mountains bis hin nach Las Vegas. Seit jeher empfand die Autorin es als faszinierend, sich vorzustellen, dass es im Leben mehr als das gibt, was das Auge erfassen kann. Diese beiden Fakten spiegeln sich in „Finding Sky“ wieder. Dabei beschreibt Stirling die Charaktere und ihre Gaben so gekonnt, dass man sie als spiritueller Mensch, sowie als Fantasyfan erleben kann. Man wird bei diesem Buch nicht zu sehr auf eine der beiden Schienen festgelegt und das erzeugt einen gewissen Charme.  

Was die Reise durch die Vereinigten Staaten in Bezug auf das Schreiben des Buches geändert haben mag, kann ich nicht recht beurteilen. Ich finde, dass es Stirling gelungen ist, Settings anschaulich zu beschreiben und ihnen Eindruck zu verleihen. Ich denke auch, dass die Settings realistisch wirken. Allerdings erwecken die Beschreibungen bei mir auch nicht den Eindruck, dass eine Recherchereise von Nöten gewesen wäre, um sie so anschaulich, wie geschehen, wiederzugeben. Ich hätte gerade vor dem Hintergrund von Stirlings Reise dann doch noch detailliertere und auch mehr Settings erwartet.
 

Erzählt wird die Handlung von „Finding Sky“ durchweg aus Skys Perspektive. Dabei erfährt man viel von ihren Gedanken und Gefühlen und ihrer inneren Hin- und Hergerissenheit.

Lesen ließ sich dieses Buch flüssig und die Satzstruktur war durchaus unkompliziert. Bei der Wortwahl wurde darauf geachtet, jugendlichen Charakteren an passenden Stellen auch jugendlicheres Vokabular in den Mund zu legen. Dass man es hier mit einer 16-jährigen Protagonisten zu tun hat, wurde unter anderem auch daran deutlich, dass sie Situationen ab und an mit Comicszenen verglich, bzw. sich diese selbst vorstellte und gedanklich ausmalte.
 
Ein wenig kam es mir schon so vor, als hätte ich es beim Lesen mit einem High School-Liebesroman zu tun, was wohl auch dem Umstand geschuldet ist, dass Skys Schulleben des Öfteren Erwähnung findet und einige der zugegeben liebenswürdigen Charaktere eben jenem Umfeld entspringen. Auch die Erwähnung gefundenen Schwärmereien und Zweifel wirkten mir recht jugendlich, was aber ok ist, wenn man das Alter einer Vielzahl der Charaktere beachtet.
Es gibt in „Finding Sky“ aber auch genügend Erwachsene, die eine Rolle spielen. Wenn man das Charakterdesign betrachtet, findet sich hier einiges an Unterschieden und auch die klassischen Kategorien „gut“ und „böse“ sind enthalten.
Ein weiterer Pluspunkt bezüglich des Charakterdesigns besteht darin, dass Charaktere unter Zuhilfenahme der Erwähnung interessanter Fakten vorgestellt wurden, aber bei genügend Charakteren noch nicht weit genug ins Detail gegangen wurde. Somit wurde noch nicht jede Person vollkommen durchleuchtet und man darf sich darauf freuen, in den Folgebänden mehr über sie zu erfahren.

In „Finding Sky“ dreht sich thematisch nicht alles nur um Liebe und das Verhältnis von Sky und Zed zueinander, sondern auch um eine actionbeladene, weiterführende Handlung, bei der es um Leben und Tod geht. Dadurch wartet das Buch mit einem extra Häppchen an Spannung auf.

Wer kein Fan von Buchreihen ist, kann „Finding Sky“ dennoch beruhigt lesen. Das Ende des Buches wurde so gestrickt, dass es für sich allein stehen kann. Zwar bleiben dann noch einige Fragen offen, aber es wird auch genug geklärt, als dass man sich an dieser Stelle aus dem Plot verabschieden kann. Das hat zum einen den Vorteil, dass man nicht zum Weiterlesen gezwungen ist, aber ich empfinde es zum anderen auch als Nachteil bezüglich der Erwartungshaltung an den Folgeband, der in der Originalfassung „Stealing Phoenix“ heißt.

Die Gestaltung der Erstausgabe aus dem Deutschen Taschenbuch Verlag (dtv) von 2012, die mir vorliegt, ist sehr schön gewählt worden.
Es handelt sich um ein gebundenes Buch mit 464 Seiten, das einen blaugrauen Einband hat. Umgeben ist das Buch von einem weinroten Schutzumschlag, der von silberglänzenden Ranken und einem silberglänzenden Herz geschmückt ist, in dessen Mitte der Buchtitel prangt. Im Buch selbst finden sich die Ranken zu Beginn eines jeden Kapitels wieder. Darüber hinaus gibt es ein weinrotes Lesezeichen, das am Buch angebracht ist. 












Erwähnen möchte ich noch, dass „Finding Sky“ für Leser ab 14 Jahren angedacht ist. Ich hatte mit diesem Buch auch Spaß, obwohl ich schon ein ganzes Stück älter bin. Allerdings denke ich, dass man sich mit zunehmendem Alter immer mehr von der jugendlicheren Schwärmerei und den Zweifeln seitens Sky entfernen könnte.

Alles in allen ist „Finding Sky“ ein unterhaltsames Buch, das sich angenehm lesen lässt, Spannung und Gefühl bietet. Ich bin gespannt auf den Folgeband, weil ich neugierig darauf bin, ob einigen Charakteren darin wirklich noch mehr Tiefe verliehen wird und weil mir einige Charaktere auch ans Herz gewachsen sind.








Vielen herzlichen Dank an amazon und dtv für dieses Rezensionsexemplar!



Kommentare:

  1. Hi,

    eine schöne Rezension hast Du da geschrieben :-)
    Ich habe das Buch auch gelesen und kann Dir eigentlich nur zustimmen. Es ließ sich schon und flott lesen.
    Ich bin aber auch der Meinung, dass Finding Sky eher für jugendliche Leser geeignet ist (für die ist es schließlich auch gedacht) Mir war es eine Spur zu Klischeebeladen :-)
    Außerdem stehe ich nicht so auf diese Serien, wo es in jedem Band einen anderen Bruder trifft, (Aber ich werde Teil 2 sicher auch lesen), da verliere ich schnell die Lust.

    Liebe Grüße
    MacBaylie

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    1. Hi und danke für das Lob!
      Ich freue mich, dass Dir die Rezi gefällt! :-)

      Ich bin erst einmal gespannt Band 2 gegenüber. Ich finde es generell immer etwas komisch, wenn die große Liebe so unverhofft vor einem steht und davon dann nicht nur einer getroffen wird. Da ist es mir danna uch egal, ob das in Filmen oder in einem Buch, etc. passiert... Es ist einfach zu zufällig unzufällig. ;-)

      Auch liebe Grüße an Dich,
      Ty

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  2. Hey^^

    sehr ausführliche Rezi :)
    Ich möchte das Buch auch noch unbedingt lesen *_*

    LG Plumi :3

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    1. Hi Pulmi,

      ich hoffe, Du kamst schon zum Lesen?
      Ich würde mich für Dich freuen! ;-)

      Alles Liebe,
      Ty

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