Sonntag, 22. Juli 2012

Rezension: "MÈTO. Das Haus" von Yves Grevet


Habt Ihr ein schönes Wochenende verbracht?
Ich für meinen Teil habe es genossen und tatsächlich auch Zeit gefunden, um einige Bücher zu beenden. Eines davon möchte ich Euch heute in meiner Rezension vorstellen. 


Anbei möchte ich Euch an dieser Stelle auch danke sagen. Es freut mich zu sehen, dass es dort draußen LeserInnen gibt, die meinen Blog mögen und ich freue mich über jeden einzelnen Neuzugang. 
Herzlich willkommen und vielen Dank für Eure Treue! :-)




Habt einen guten Start in die neue Woche,
Eure 







"MÉTO. Das Haus"






Titel: MÉTO. La Maison
Originaltitel: MÉTO. Das Haus
Autor: Yves Grevet
Empfohlenes Alter: 12 - 14 Jahre
Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag
Auflage: 1. Auflage 2012
Preis: 14,95 (D)
ISBN-10: 3423625147
ISBN-13: 978-3423625142










„MÉTO. Das Haus“ ist der Auftaktband einer in Frankreich populären Trilogie von Yves Grevet, die nun auch auf dem deutschen Markt erhältlich ist. 

Méto ist einer von 64 Jungen, die in einem Haus wohnen, in dem es gewisse Regeln gibt, die unbedingt einzuhalten sind. Denn außer den Jungen gibt es auch noch die sogenannten Cesare, die über die Entwicklung der Jungen wachen und Fehltritte und Vergehen bestrafen.  
Dass es sich bei dem Haus nicht nur um ein gewöhnliches Kinderheim handelt, wird schnell klar. Es gibt keinen Weg nach draußen. Die Jungen sind eingesperrt, auch wenn es ihnen im Groben und Ganzen auf den ersten Blick gar nicht allzu schlecht zu gehen scheint. Sie bekommen Nahrung, dürfen spielen und auch für ihre Bildung ist gesorgt. Dennoch dürfen sie keine unangenehmen Fragen stellen, denn diese werden nicht beantwortet und in schlimmeren Fällen sogar hart bestraft. Doch Fragen sind es, die sich häufen. Was passiert mit den Jungen, die das Haus verlassen müssen? Wieso kommen sie nicht wieder und wieso hat nie jemand wieder etwas von ihnen und ihrem Verbleib gehört? Welche Welt liegt dort draußen, außerhalb des Hauses? Und wozu dient ihre Ausbildung?
Widerstand gegen die Gewalt von oben scheint der einzige Ausweg zu sein, um Antworten auf all diese Fragen zu finden und Freiheit zu erlangen. 

In „MÉTO. Das Haus“ gelingt es Grevet, Spannung aufzubauen, die sich nahezu von der ersten Seite bis zur letzten Seite durchzieht. Dadurch, dass Méto zunächst einen neuen Jungen in die Gepflogenheiten im Haus einführen soll, ist es dem Leser möglich, diese ebenso kennenzulernen. Dabei stellt sich bald schon heraus, dass es nicht nur harte Regeln im Haus gibt, sondern dass diese auch raffiniert ausgeklügelt sind, denn im Haus geschieht nichts ohne Grund.

Was ich an diesem Auftaktsband der Méto Trilogie gelungen finde, ist vor allem auch die Portionierung der Informationen. Es wird genug verraten, als dass ich das Buch äußerst gern gelesen habe. Es bleibt aber auch genug offen, um sich auf den nächsten Band zu freuen. Gerade das Ende erweist sich auch als schöner Cliffhanger, der das Warten auf die Veröffentlichung von Band 2 äußerst lange erscheinen lassen dürfte.

Die Charaktere der Jungen empfand ich als angenehme Komposition. Am meisten erfährt man wohl über Méto selbst, der ja auch der Protagonist dieses Buches ist. Im Übrigen wird die Handlung aus seiner Perspektive erzählt. Dabei sind die Sätze zumeist kurz und leicht nachvollziehbar. Auch die Wortwahl lässt ein angenehmes, schnelles und verständliches Lesen zu.

Ich konnte mich leicht und schnell in den Plot einfinden und wollte am liebsten auch nicht mehr aussteigen.

Zugeben muss ich jedoch, dass mir das Cover des Buches nicht gefällt. Es zeigt mehrere Jungen, einen von ihnen in Uniform im Vordergrund. Zur Atmosphäre des Buches passt dieses Cover gut und es greift auch auf den Inhalt des Buches zurück. Ich hätte es nur leider nicht als ansprechend genug empfunden, um im Laden das Buch  in die Hand zu nehmen. Das mag in erster Linie daran liegen, dass ich die Uniform nicht sonderlich ansprechend finde, zum anderen erscheint mir das Buch im Allgemeinen der Gestaltung halber als zu düster. Der Eindruck wird noch durch die schwarzen Außenränder der einzelnen Buchseiten unterstützt. Gegen einen düsteren Eindruck an sich ist meiner Meinung nach nichts einzuwenden, wenn dieser zum Thema eines Buches passt, hier jedoch macht mir die Komposition einen eher trüb langweiligen Eindruck.

Dem Buch liegt ein Lesezeichen bei, auf dem auch die beiden Folgebände abgedruckt sind, so dass man schon einmal einen ersten Eindruck bezüglich derer Cover bekommt. Ich finde das Lesezeichen äußerst praktisch und mag, dass es den Stil der Buchgestaltung weiterführt, auch wenn ich von letzteren nicht so sehr überzeugt bin. Die Einheitlichkeit sagt mir aber zu und ich finde es schön, ein Lesezeichen, das zum Buch passt, nutzen zu können.

Die ersten und letzten Seiten des Buches zeigen eine Karte, die die Lage des Hauses beschreibt, in dem die Jungen sich befinden. Somit wird dem Leser eine Hilfestellung bei der phantasievollen Einordnung gegeben.

Ich bin froh, dass ich mich nicht von meiner Abneigung bezüglich des Covers habe abschrecken lassen, denn „MÉTO. Das Haus“ zu lesen hat sich für mich wirklich gelohnt und ich freue mich schon auf den Folgeband der Trilogie. Die Zielgruppe dieses Buches ist auf 12 – 14 Jährige ausgerichtet. Doch ich hatte auch als Erwachsene Spaß beim Lesen. Die Seiten folgen beim Lesen nur so dahin und da dieses Buch auch nur 224 Seiten umfasst, hat das Lesen an sich auch nicht viel Zeit in Anspruch genommen. Die Atmosphäre, die der Plot geschaffen hat, war spürbar und hat mich auch nach dem Lesen noch bewegt.

Alles in allem finde ich „MÉTO. Das Haus“ sehr gelungen.

Zur Rezension lag mir im Übrigen die Erstauflage von 2012 aus dem Deutschen Taschenbuch Verlag vor.













Der Autor: 

Yves Grevet gelang es, mit seiner MÈTO Trilogie einen Bestseller in Frankreich zu schaffen.
1961 in Paris geboren, studierte er zunächst und zog dann für 2 Jahre nach Ankara.
Er ist Vater dreier Söhne und verheiratet.
Grevet schreibt Jugendbücher.




LESEPROBE: 





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Vielen herzlichen Dank an amazon und dtv für dieses Rezensionsexemplar!



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