Montag, 9. Juli 2012

Rezension: "Sex and the Kitty" von Nancy the Cat


Ein neuer Montag, eine neue Rezension.... 
(Was nicht heißen soll, dass ich mir den Montag jetzt als festen Tag für Rezensionen genommen habe... Diese werden weiterhin so gepostet, wie ich Zeit finde.) 
Heute habe ich etwas für die Katzennarren unter Euch....


Nach Uni und Hausputz sitze ich jetzt am Rechner und genehmige mir ein wohltuendes Fußbad zur Entspannung. Gleich heißt es für mich ja wieder Schlafensgehenzeit und mit etwas Glück, komme ich noch dazu, einige Seiten zu lesen, nachdem ich unter die Dusche gehüpft bin....

Diese Woche verspricht enorm stressig zu werden. Wie sieht es bei Euch aus?

Einen guten Wochenstart Euch allen,  

Eure 








"Sex and the Kitty" 





Titel: Sex and the Kitty
Originaltitel: Sex and the Kitty
Autorin: Nancy the Cat
Taschenbuch: 256 Seiten
Verlag: Knaur TB
Auflage: 1. Auflage 2012
Preis: 9,99 (D)
ISBN-10: 3426510073
ISBN-13: 978-3426510070






Zugegeben: Der Titel „Sex and the Kitty“ für dieses Buch ist schon ziemlich assoziationsfördernd.  Bei der deutschen Ausgabe wurde der englische Originaltitel beibehalten und dürfte wohl zunächst an „Sex“, „Katzen“ und eine überaus populäre US-Serie, die dem Titel nur allzu ähnlich klingt, erinnern.

Als Autorin für „Sex and the Kitty“ wird „Nancy the Cat“ benannt. Bereits die Einführung zum Buch räumt mit einigen Vorurteilen und einem gewissen Schubladendenken auf. Katze Nancy äußert ganz klar, dass sie keinen „menschlichen Ghostwriter“ wollte, der ihre Memoiren aufs Papier bringt. Auf diese Weise erfährt der geneigte Leser nun also aus feliner Sicht von Nancys Leben, indem aus ihrer Perspektive geschrieben wird.

Doch was für ein Typ Katze ist Nancy? Sie ist keine Rassekatze mit perfekt anmutendem Stammbaum. Ihr Aussehen kann als nicht weiter ungewöhnlich eingestuft werden. Sie könnte eben gut als das stinknormale Kätzchen von nebenan beschrieben werden, wenn – ja wenn – da nicht ihr ausgeprägter Charakter und ihr Wunsch, es ganz nach oben zu schaffen, wären.

Nancy wird als ein kleines Kätzchen eines gewöhnlichen Katzenwurfes geboren und kommt zu einer neuen Familie. Sie möchte dies aber nicht als Einstieg in ein jämmerliches Schicksal betrachtet sehen. Nein, Nancy lässt nichts nahezu nichts unversucht, um etwas aus ihrem Dasein zu machen und an Ruhm zu gelangen. Ihre neue Nachbarschaft erkundet sie genau und sie fasst den Gedanken, dass sie Verstärkung braucht, um ihr Ziel zu erreichen. Sie geht davon aus, dass man jemanden braucht, der einem den Rücken stärken kann. Darüber hinaus ist Beliebtheit der erste Schritt in Richtung des Lebens eines Stars, denn wo Beliebtheit ist, da ist auch Bewunderung und dort ebnet sich der Weg dafür, noch mehr Anhänger zu gewinnen.
Nancy beschließt also, „Team Nancy“ zu gründen und freundet sich mit anderen felinen Genossen aus der Nachbarschaft an. Dabei ist es herrlich erquickend, die verschiedenen Charaktere – ausgestattet mit interessanten Macken –  kennenzulernen. Da gibt es beispielsweise Brambles, den Hygienefanatiker und Pip, der zu Nancys sogenanntem „Stiefkater“ wird, da er bereits Mitglied ihrer neuen Familie ist. Und natürlich darf auch ein Vorbild, aber auch ein Schwarm Nancys nicht fehlen: der rätselhafte Kater aus den Werbespots für das angesagte Katzenfutter „Kit-e-Licious“.       

Offen und ehrlich gesagt: Das Wörtchen „Sex“ im Titel verspricht hinsichtlich sexueller Freuden weitaus mehr, als das Buch hält. Wer hier also darauf hofft, kätzische Liebestollereien in Höchstform vorzufinden, wird enttäuscht werden.
Nichtsdestotrotz ist es unterhaltsam, Nancys Weg und ihre Schwärmereien zu verfolgen. Sie ist eine liebenswerte Katzendame mit starkem Willen, die versucht ihren Weg zu gehen, der sie zugegeben nicht immer zum erhofften Ziel führt.


Auf Grund der leichten Lesbarkeit des Buches kann man es auch gut nebenbei lesen. Viel Konzentration erfordert es nicht, der Wortwahl, dem Satzbau oder gar dem Plot zu folgen.

Der Plot erinnert mich für meinen Geschmack stellenweise etwas zu sehr an das, was man wohl am besten als „Chick flick“ bezeichnen kann. Das Ende des Buches ist zwar rührend, aber auch vorhersehbar. Es trägt jedoch dazu bei, Sympathie für Nancy zu entwickeln, sollte man dies bis zu diesem Zeitpunkt nicht ohnehin schon getan haben.

Die Idee, dass eine Katze ihre Memoiren aus eigener Sicht schreibt, finde ich durchaus niedlich und es bietet eine interessante Perspektive.  
Was mich an diesem Buch aber etwas gestört hat, war der Umstand, dass mir die felinien Akteure ab einem gewissen Punkt als zu menschlich beschrieben wurden. Natürlich ist es wohl schwer, die Vermenschlichung des Katzeseins zur Ermöglichung des Schreibens eigener Memoiren von einer Überspannung dieser Vermenschlichung zu lösen. Auch traue ich Katzen sehr viel Intelligenz und Können zu, aber einiges schien mir doch zu weit hergeholt. Katzen, die Blogs schreiben, sind interessant und niedlich, aber man muss sich schon mit Katzen, die auf Facebook aktiv sind und darüber hinaus auch noch Bloggen abfinden können. Ich habe mich darauf eingelassen, aber ich denke, dass an einigen Stellen weniger mehr gewesen wäre und Nancys Geschichte realistischer gewirkt hätte, wenn solcherlei Dinge weggelassen oder anders umgesetzt worden wären.

Besonders angetan bin ich von der Aufmachung des Buches an sich. Es handelt sich dabei um handliches Taschenbuch, das größtenteils in Schwarz gehalten ist, welches jedoch von einem knalligen Pink durchbrochen wird.
Auf dem Cover sieht man dabei die pinke Silhouette einer Katze, die eine Krone trägt. Darunter prangt in großen Lettern der Titel „Sex and the Kitty“. Die Buchstaben sind dabei ebenfalls Pink und sehen aus, als wären sie aus Strass zusammengesetzt.

Wer nach leichter Unterhaltung mit einer hübschen Prise an Humor sucht und noch dazu Katzen und ihre Eigenarten mag, wird mit „Sex and the Kitty“ sicher seiner Freude haben. Aber auch für Nicht-Katzenfans bietet sich hier die Möglichkeit einer unterhaltsamen Lektüre. Gelesen werden kann das Buch dabei gut und gern von älteren und jüngeren LeserInnen.


















LESEPROBE: 
***

Vielen herzlichen Dank an amazon und den Knaur TB für dieses Rezensionsexemplar!



Kommentare:

  1. Das klingt irgendwie witzig :)
    Werde ich mir mal merken.

    Liebe Grüße!
    - Ich freue mich, wenn du vorbeischaust!

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    1. Danke für Deinen Kommentar!
      Schmunzeln musste ich bei diesem Buch öfter. Vielleicht kann ich ja mal eine Rezension zu dem Buch auf Deinem Blog lesen... Wer weiß?! ;-)

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