Mittwoch, 1. August 2012

Rezension: „Auf den Spuren der Nahtoderfahrungen: Gibt es eine unsterbliche Seele?“ von Günter Ewald



Hallo,


Ich sende Euch heute einen lieben Gruß zur Abendstunde.
Die heutige Rezension bezieht sich auf ein Thema, das wohl sehr zwiespältig aufgenommen wird, einige vielleicht sogar abschrecken mag, das ich aber sehr wichtig finde. Daher habe ich mich sehr gefreut, dieses Buch lesen zu dürfen und möchte nun meine Eindrücke mit Euch teilen.
Aber lest selbst.... ;-) 


Habt einen schönen Abend,
Eure 





„Auf den Spuren der Nahtoderfahrungen: 
Gibt es eine unsterbliche Seele?“







Titel: Auf den Spuren der Nahtoderfahrungen: Gibt es eine unsterbliche Seele?
Autor: Günter Ewald
Gebundene Ausgabe: 176 Seiten
Verlag: Butzon & Bercker
Auflage: 1. Auflage 2011
Preis: 16,95 (D)
ISBN-10: 3766615440
ISBN-13: 978-3766615442

Bestellt werden kann das Buch auch direkt HIER.


Günter Ewald trägt den Titel Prof. Dr. rer. nat. und wurde 1929 geboren. Er studierte Mathematik, Physik, Chemie, aber auch Philosophie. Seine bisherige Arbeit sorgte dafür, dass das Verständnis von Glaube und Naturwissenschaften einen Fortschritt erfahren hat.

„Auf den Spuren der Nahtoderfahrungen“ setzt sich – wie dem Titel bereits zu entnehmen ist – mit dem Phänomen der sogenannten Nahtoderfahrungen auseinander, schildert aber auch Nachtodbegegnungen. Dabei sind in diesem Buch viele Berichterstattungen von Betroffenen aufgegriffen worden. Diese geben dem Leser einen Einblick darin, wie Nahtoderfahrungen (bzw. Nachtodbegegnungen) sich zeigen können und wie unterschiedlich sie in ihrem Verlauf und Wesen aufzutreten vermögen, nur um doch mit gewissen Gemeinsamkeiten aufzuwarten.

Es findet sich hier jedoch weit mehr, als die Schilderung solcher Erlebnisse. Bei „Auf den Spuren der Nahtoderfahrungen“ handelt sich eben nicht um ein reines Kompendium von gesammelten Erlebnissen. Ewald versucht, Nahtoderfahrungen aus wissenschaftlicher Sicht zu beleuchten und dabei auch Auffassungen, die aus menschlichem Glauben her rühren, aufzugreifen und zu erkunden.

Das Verständnis der einzelnen Berichte zu den Nahtoderfahrungen dürfte sich meiner Einschätzung nach als allgemeinhin leicht erweisen. Im wissenschaftlichen Bereich wurde für mich deutlich, dass der Autor hier versucht, Sachverhalte möglichst anschaulich darzustellen. Es wird mit Beispielen gearbeitet, die dem Alltäglichen geläufiger sind, um die Thematik auch für Unkundige greifbar zu machen. Ich muss jedoch zugeben, dass ich einige Passagen des Buches mehrmals lesen musste, damit sich der komplette Sachverhalt für mich vollkommen verständlich entfalten konnte. Es wurde zwar die Option offen gelassen, einige Kapitel des Buches, die sehr wissenschaftlich sind, zu überspringen, aber ich finde diese schon wichtig, um die gesamte Bandbreite des hier vorliegenden Werkes auszuschöpfen. Für Laien des wissenschaftlichen Bereiches, finde ich einige Darstellungen in Ewalds Buch zu komplex, bzw. schwer nachvollziehbar. Die Darstellungen zur Quantenphysik sollten einen wohl schon interessieren, wenn man sich die Mühe machen möchte, ihnen wirklich zu folgen. Ein gewisses Vorwissen würde das Lesen darüber hinaus sicher um einiges erleichtern.

Bezüglich der Satzstruktur und der verwendeten Wörter denke ich, dass diese nicht überzogen schwer gewählt wurden, teils doch aber auf ein gewisses, naturwissenschaftliches Wissen beim Leser gründen.

Als positiv empfinde ich, dass dem Buch eine Literaturliste angefügt ist, wie es bei wissenschaftlichen Arbeiten der Fall sein sollte. Es sind einige interessante, weiterführende Literaturstücke darin vermerkt.

Ich denke, dass sich „Auf den Spuren der Nahtoderfahrungen“ gut für interessierte Leser eignet, die gern tiefergehende Informationen zu dem Thema hätten. Für diejenigen, die vielleicht nur nach Hilfe bezüglich des Trauerprozesses suchen, oder auch für jene, die sich erst neu an diesem Thema orientieren und sich eine leicht verständliche und Zugang gewährende Einstiegsliteratur wünschen, empfinde ich dieses Buch als zu komplex. Man sollte sich im Klaren darüber sein, dass Ewalds Buch mehr als ein Begleiter ist. Es ist vergleichbar mit einem Forscher, der tief in die Materie eindringt und versucht, das Herausgefundene wiederzugeben. Dies gelingt in meinen Augen sehr schön.

Es gibt unzählige rein spirituelle Werke, die ich hier keineswegs verurteilen möchte. Es ist jedoch auch ganz angenehm, die eben andere Seite, die der Wissenschaft, genauer beleuchtet zu sehen. Gerade, weil Ewald sachlich Wissenschaft und Glauben in diesem Buch bearbeitet (wobei ich das Empfinden habe, dass der Wissenschaft der weitaus größere Teil zufließt) und ihre Gemeinsamkeiten und Unterschiede beleuchtet, ist „Auf den Spuren der Nahtoderfahrungen“ umso interessanter zu lesen.

Noch ein kurzes Wort zur Aufmachung des Buches: Es handelt sich hier um eine gebundene Ausgabe mit einem Cover, das einen Tunnel zeigt, an dessen jeweiligem Ende jeweils Gestalten zu erkennen sind. Auch vor dem Tunnel zeigen sich Menschen.
In den Tunnel scheint Licht hinein, das diesen erleuchtet und die Gestalten zu willkommen scheint. Ich finde diese Coverillustration sehr gelungen und passend zum Thema Nahtoderfahrungen.





Noch einige Fotos zur Ansicht:







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Für dieses Rezensionsexemplar möchte ich mich ganz herzlich bedanken bei:



Sowie bei dem Verlag:






Kommentare:

  1. Ich finde du hast die Eindrücke sehr gut zusammengefasst und auf den Punkt getroffen. Geht mir eigentlich genauso :>

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