Sonntag, 2. September 2012

Rezension: "Für ein Ende der Ewigkeit" von Roxann Hill



So, heute gibt es dann mal wieder etwas zum Thema Bücher von mir zu hören.


Ich bekam vor einer ganzen Weile schon die Anfrage von Roxann Hill, ob ich nicht Lust darauf hätte, den ersten Band ihrer Lilith-Saga zu lesen und anschließend zu rezensieren. Nur zu gern habe ich das Angebot wahrgenommen und möchte mich an dieser Stelle auch noch einmal herzlich dafür bedanken.

Habt alle einen schönen Sonntag!






"Für ein Ende der Ewigkeit"






Titel: Für ein Ende der Ewigkeit
Autorin: Roxann Hill
E-Book, Kindle-Edition: 588 Seiten
Auflage: 1. Auflage 2012
Preis: 3,99 (D)
ISBN-Quelle: 1478354003




„Für ein Ende der Ewigkeit“ ist der erste Band der Lilith-Saga von Roxann Hill. Der Name „Lilith“ mag bei dem ein oder anderen ein kleines Glöckchen im Hinterkopf erklingen lassen. Lilith, war das nicht die erste Frau Adams? Eine Dämonin, die auch als Symbolfigur für die Ambivalenz der Seele gesehen werden kann?

Bei Roxann Hills Lilith handelt es sich namentlich um Lilith Stolzen. Zu Beginn von „Für ein Ende der Ewigkeit“ feiert sie ihren 18. Geburtstag. Rasch wird dem Leser klargemacht, dass Lilith infolge eines Unfalls keine Erinnerung mehr an ihr vorheriges Leben besitzt. Sie lebt mit ihrer Oma zusammen, mit der sie sich gut versteht und die ihr auch gewisse Freiräume lässt.

Besonders gelungen finde ich die Darstellung Liliths als Endteenagerin, bzw. junge Frau, die gerade dabei ist, aus der Schule ins Leben zu starten. Sie ist in einen festen Freundeskreis eingebunden, übt sich in ihrem Hobby Teakwondo und lernt zwei junge Männer kennen, die es ihr sehr angetan haben: Johannes und Asmodeo. Der Grundstein für ein gar nicht so ungewöhnliches Liebesabenteuer scheint gesetzt zu sein. Wenn - ja wenn - da nicht noch andere Rätsel wären, die sich für den Leser auftun.
Wieso wird Lilith von einem schwarzen Raben verfolgt? Wieso ist es nicht nur dieser, der ihr auf den Fersen zu sein scheint? Wer sind Liliths Verfolger und was haben sie vor?    

Mehr als nur einmal entgeht Lilith nur knapp einer Katastrophe, die ihr Leben beenden könnte. Und auch das, was sie durchsteht, hat es in sich.

Roxann Hill ist es auf wunderbare Weise gelungen, in ihrem Einstiegsband Liebesthema und Action und gar etwas Grusel zu verbinden.

Lilith ist dauerhaft am Schwanken zwischen zwei starken Männern, die jeweils eine geheimnisvolle, gar düstere Seite haben. Es fällt ihr schwer, sich für einen der beiden zu entscheiden und damit stürzt sie Johannes und Asmodeo, aber auch sich selbst in ein regelrechtes Gefühlsdilemma.

Wie schon angedeutet kommt in diesem Buch auch die Action nicht zu kurz. Hat man gerade zu Beginn der Handlung noch den Eindruck, dass das Hauptaugenmerk des Plots auf dem Liebesleben von Lilith Stolzen liegt, so wird man doch immer wieder eines Besseren belehrt. Dies geschieht durch immer wieder unerwartet eingebaute Spannungspunkte, die erkennen lassen, dass es noch eine schwerwiegende Thematik um die Komplikationen der Liebe herum gibt, eine Thematik, die sich jedoch erst nach und nach aus einzelnen Puzzleteilen zusammensetzt, um am Ende ihre gesamte Wucht zu entfalten.  
Gerade die letzten Seiten von „Für ein Ende der Ewigkeit“ haben mich geradezu von den Füßen gestoßen. Einige Teilstückchen der Handlung waren etwas absehbar und mit etwas Kombinationsgabe nicht großartig überraschend, aber das Ausmaß, in dem die Spannung und die Bedrohung gegen Ende des Buches noch zunimmt, traf mich im positiven Sinne überraschend. Es wirkte auf mich, als wäre der bis dahin vergleichsweise angenehme Plot in bedrohliche Schwärze gekippt.
Den genannten Überraschungseffekt kann ich nur loben, denn auch wenn ein solcher in Büchern nicht unüblich ist, so ist er von Roxann Hill hier ausgesprochen gut aufgebaut worden.

Im Allgemeinen muss ich zu dem Buch auch sagen, dass es mir bezüglich der sprachlichen Ebene sehr zugesagt hat. Ich mochte die anschaulichen Beschreibungen von Charakteren und Settings, aber auch generelle Ausdrucksweisen.
Ferner bekam ich den Eindruck, dass Liliths Wortwahl ihrem dargestellten Alter gemäß war und viel von ihrem Innenleben verriet, da auch oftmals ihre Gedankengänge ausführlicher dargelegt wurden. Auch die Ausdrucksweise der anderen Charaktere empfand ich als deren Persönlichkeit bezeichnend.

Roxann Hill nutze eine gewisse „Traumebene“, in der einige Szenen spielten. Dies gab dem Plot einen interessanten Kick, denn das Leben Liliths wurde so noch einmal von einer besonderen Seite dargestellt und betont. Ein Hinweis auf die gute Einsicht in verschiedene Perspektiven zeigte sich auch daran, dass das Hauptaugenmerk nicht einzig auf Lilith liegt, sondern auch Kapitel vorkommen, in denen stark auf Asmodeo eingegangen wird.  

Als sehr anschaulich und nachvollziehbar beschrieben, erlebte ich sowohl die einzelnen Charaktere als auch deren Beziehungen zueinander. In Bezug auf das Charakterdesign mochte ich gewisse Ähnlichkeiten zwischen Johannes und Asmodeo und die Darstellung dessen, wie beide sich dann doch voneinander unterschieden.

Um Lilith wabern Geheimnisse. Ein wichtiges davon dürfte sich für die meisten Leser spätestens zum Ende des Buches erschließen. Und doch habe ich das Empfinden, dass es noch genügend Rätsel gibt, um die Spannung auf den Folgeband zu steigern. Zu diesem gibt es im Übrigen schon in „Für ein Ende der Ewigkeit“ eine kleine Leseprobe, die die Vorfreude bestärkt.

Zusammengefasst kann ich sagen, dass ich das Buch von der ersten bis zur letzten Seite genossen habe.
Mich stimmt nur eine kleine Sache ein wenig traurig: Ich merkte am Ende dieses Bandes und auch bei der Vorschau auf den nächsten Band, dass sich die Handlung auf ein Terrain begibt, dass ich äußerst spannend finde, aber das nicht unbedingt gut für meine Nerven ist. Daher bin ich trotz meiner wirklich großen Begeisterung für dieses Buch etwas unentschlossen, ob ich mich wirklich trauen werde, die Lilith-Saga fortzusetzen.

Bezüglich der Aufmachung zum Buch kann ich nicht wirklich etwas sagen, da ich das E-book gelesen habe. Dieses war meinem Ermessen nach angenehm formatiert und hatte einen Umfang von 588 lohnenswerten Seiten.
Das Cover von „Für ein Ende der Ewigkeit“ finde ich persönlich sehr ansprechend. Es ist eigentlich nicht großartig aufregend, zeigt es doch „nur“ eine junge Frau und einige Baumspitzen, über denen schwarze Vögel (passend zum Buch würde ich auf Raben tippen) kreisen.  Da das Cover aber gänzlich rot gefärbt ist und das Gesicht der Coverdame sehr ausdrucksstark ist, ergibt sich in Kombination mit dem Schwarz der Bäume und Vögel für mich ein prägnanter Gesamteindruck.


Ich kann „Für ein Ende der Ewigkeit“ nur wärmstens empfehlen, denn hier findet sich viel Ansprechendes in einer wirklich angenehmen Zusammenstellung, sowie eine tolle Umsetzung eines einfallsreichen Plots.

Von mir gibt es stolze 4 von 5 Sternen und den einzigen Abzug dafür, dass – wie gesagt – meine Nerven am Ende nicht mehr ganz der Handlung gewachsen sind.  








Infos zur Autorin?

Ich könnte Euch jetzt irgendwelche Infos aufschreiben, indem ich sie gekürzt zusammenfasse und wiedergebe. Aaaaaber: Roxan Hill besitzt ein tolles Blog, auf dem man weit mehr erfahren kann, als ich es hier im Rahmen dieses Eintrages berichten könnte. Daher halte ich es für viel sinnvoller, Euch an dieser Stelle auf eben jenes Blog zu verweisen: 





Schaut unbedingt mal rein, wenn Ihr Euch für Roxann Hill selbst interessiert!
Ihr werdet auch viele tolle Side-infos zur Lilith-Saga bekommen.


Kommentare:

  1. Liebe Tyler,

    hab vielen lieben Dank für deine wundervolle und ausführliche Rezi! Ich habe mich riesig gefreut und fände es super, wenn du an der Lilith-Saga "dran bleiben" würdest! :-)

    VLG
    Roxann

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Roxann,

      ich danke Dir für Deinen lieben Kommentar!
      Es freut mich, dass Dir meine Rezension gefällt!

      Liebe Grüße,
      Tyler

      Löschen