Dienstag, 19. Februar 2013

Rezension: "Die Schriften von Accra" von Paulo Coelho

Ein fröhliches Hi an Euch da draußen! 

Ich hoffe, es geht Euch gut - und das meine ich nicht nur als Floskel. ;-) 
Heute gibt es mal wieder eine Rezension. 
In den letzten Tagen hat mein SUB auch reichlich Zuwachs bekommen und ich hoffe, dass ich in den nächsten Tagen dazu komme, Euch einen kleinen Einblick zu gewähren.  ;-)
Habt alle eine tolle Nacht, bzw. einen schönen Tag, wenn Ihr das hier lest!




DIE SCHRIFTEN VON ACCRA





Titel: "Die Schriften von Accra"
Originaltitel: "Manuscrito encontrado em Accra"
Autor: Paulo Coelho
Übersetzerin: Maralde Meyer-Minnemann
Sprache: Deutsch
Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
Verlag: Diogenes
Auflage: 1. Auflage 2013
Preis: 17,90 (D)
ISBN-10: 3257068484
ISBN-13: 978-3257068481




Weitere Bestellmöglichkeit: KLICK




Paulo Coelho ist zweifelsohne einer der bekanntesten Autoren unserer Zeit. Mit seinem neuen Buch „Die Schriften von Accra“ (im Original: „Manuscrito encontrado em Accra“), das jüngst im Diogenes Verlag erschienen ist, hat er wieder einmal bewiesen, dass er mit seinen Werken eine gewisse Magie zu verströmen vermag.

Ein Geleitwort zum vorliegenden Buch informiert über die Schriften von Accra. Es ist kurz, jedoch informativ und sollte auf jeden Fall gelesen werden.

Durch ein berauschendes und lehrreiches Frage- und Antwortszenario gewinnt „Die Schriften von Accra“ an Leben. Es gibt eine gewisse rahmengebende Storyline, die zu den eigentlichen Lehren dieses Buches führt. Im Angesicht großer Bedrohung finden sich die Menschen zusammen, nicht wissend, ob sie den nächsten Tag überleben oder wie sie ihn überstehen werden. Sie alle haben Sorgen und Fragen. Im Kreise des Beisammenseins äußern sie diese. Coelho wählte einen Weisen, der seine Lehren weitergibt und den die Menschen als „den Kopten“ kennenlernten. Er wird als Mann beschrieben, der seltsam erscheint. Er ist jemand, der reiste, um Antworten zu finden. Einer Religionsgemeinschaft möchte er sich nicht anschließen. Doch er lässt die versammelten Menschen verschiedener Geschlechter und Altersklassen mit ihren Fragen und Sorgen nicht allein, sondern versucht ihnen Antworten zu geben, bzw. sie dazu zu befähigen, ihre eigenen Antworten zu finden.
Das wohl Wichtigste an Coelhos neuem Buch ist nicht, den Plot weiterzuspinnen. Hier geht es nicht darum, diesen reichlich zu schmücken, ihn auszubauen oder gar eine endgültige Antwort auf das Schicksal der Einzelnen zu geben. Vordergründig wird die Leserschaft angeregt, an der Weisheit des Kopten teilzuhaben. Zwanglos kann man sich als LeserIn die Denkanstöße aus diesem Werk ziehen, die einem selbst belieben.

Wie schon bei anderen Büchern aus der Feder Coelhos, erschien es mir auch bei „Die Schriften von Accra“, als ginge er mit seinen Worten um, wie ein Handwerker mit seinem Werkzeug. Er wählt sie weise und mit Bedacht und dadurch ist er in der Lage, einen großen Effekt zu erzielen.

Ich muss zugeben, dass mir das Szenario der „Schüler“ und des „Lehrer“ weder in Büchern noch in anderer Form nicht neu erscheint. Auch sah ich mich beim Lesen von diesem Buch an „Der Prophet“ von Khalil Gibran erinnert. Doch letztlich führe ich dies darauf zurück, dass es, dort wo es Menschen gibt, auch immer Fragen nach dem Sein und Sinn gibt, genauso wie es sich auch nicht abstreiten lässt, dass Menschen Sorgen mit sich tragen. Genau hier trifft Coelho den Nerv:  die Fragen und Sorgen, die in diesem Buch geäußert werden, könnten von einem jeden Menschen gestellt worden sein. Und genau aus diesem Grunde, werden auch viele Menschen das Gefühl haben, ihre ganz persönlichen Antworten in „Die Schriften von Accra“ zu finden.
Lehrer und Schüler-Szenarien gibt es in unserer aller Leben. Manchmal sind wir die Lehrenden und manchmal die Belehrten. Gewisse Ähnlichkeiten, oder Kreativlosigkeit würde ich dem Autor daher nicht vorwerfen wollen. Der Fairness halber sollten sie in einer Rezension jedoch erwähnt sein und so möchte ich dies hiermit getan haben.
  
Der Lesefluss dieses Buches hängt in meinen Augen stark davon ab, wie sehr man sich für gewisse Themen, die hier angesprochen werden, interessiert und wie sehr man sich damit bereits auseinander gesetzt hat. Je nachdem wie ausgeprägt das Bewusstsein für gewisse Thematiken beim Einzelnen ist, wird die Leichtigkeit im Verständnis dieses Buches variieren.  
Hier geht es nicht darum, dass die Wortwahl nicht verständlich wäre. Coelho verzichtet darauf, den Lesefluss durch zahlreiche Fremdwörter zu erschweren. Fraglich ist meiner Ansicht nach lediglich, wie verständlich die Lehren und Antworten, die man aus diesem Buch ziehen kann, für den einzelnen sind. Das Gute daran ist jedoch, dass man einzelne „Kapitel“  bei Bedarf auch überspringen, oder beliebig oft lesen kann. Jede einzelne gestellte Frage, auf die der Kopte Antwort gibt, kann zunächst für sich allein betrachtet werden. Alle Fragen und Antworten zusammengenommen ergeben ein großes Ganzes. Aber die Zusammenhänge kann man getrost auch erst Stück für Stück begreifen und dabei „Die Schriften von Accra“ dennoch genießen.
In gewisser Weise erinnert mich dieses Buch an ein Momentbuch: ein solches Buch, das man aufschlagen kann, um nur eine Passage daraus zu lesen. Man sollte es von Anfang bis Ende gelesen haben, um ein Gefühl für die Storyline zu bekommen. Wenn man jedoch nur auf der Suche nach Denkanstößen und Antworten ist, genügt es völlig, die jeweiligen Reden des Kopten zu lesen. Auf diese Weise wird dieses Buch Coelhos zu einem, das sich leicht auch immer und immer wieder lesen lässt.

Coelho versteht sich darauf, seine Bücher auf eine bezaubernde Art und Weise zu schreiben, die Wissen vermitteln und dabei dennoch nicht zu schwer wirken. Seine Bücher kann man getrost immer und immer wieder in die Hand nehmen und mit jeder persönlichen Weiterentwicklung, wird man auch neue Aspekte in einem seiner Bücher erkennen. „Dir Schriften von Accra“ bildet hierbei keine Ausnahme. Es ist ein Buch, das dem Leben mehr Sinn geben kann, solange man offen dafür ist, sich auf das Abenteuer Coelho einzulassen. Aus meiner Sicht gesehen handelt es sich hierbei um ein absolutes Must-Read! Fans Coelhos werden den meisterlichen, magischen und liebevollen Geist des Autors hier wiederfinden und Neulingen dürfte ein guter Einstieg in die Schreibkünste Coelhos vorliegen, die nicht nur an die ewigen Fragen um die Bedeutung des Lebens tanzen, sondern eben jenes Leben auch vermitteln.

 Wieder einmal gelingt es Coelho zu lehren, ohne dabei belehrend zu wirken.    




  


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Für dieses Rezensionsexemplar möchte ich mich ganz herzlich bedanken bei:



Sowie bei dem Verlag:


;)

  



     

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