Montag, 26. Mai 2014

Rezension: "Das Lied meines Vaters" von Andreas Hauffee


Bildquelle: http://www.bloggdeinbuch.de/buch/761/?ref=start-curr-cover
Titel: "Das Lied meines Vaters"
Autor: Andreas Hauffee
Sprache: Deutsch
Gebundene Ausgabe: ca. 373 Seiten
Verlag: dotbooks
Auflage: Mai 2014
Preis: 4,99 (D)
Format: ebook
ISBN: 978-3-95520-426-6

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„Das Lied meines Vaters“ von Andreas Hauffee erzählt von Felix, der seinen Vater nie kennenlernte und doch selbst relativ früh Vater wird.
Sein Glück wird dadurch getrübt, dass seine Mutter sich nicht über das Enkelchen zu freuen scheint. Seit Jahren schon ist sie Patientin in einer Psychiatrie und scheint der Welt weit genug entrückt, um keine vernünftige Kommunikation mehr mit ihrem Sohn ermöglichen zu können.
Damit nicht genug, ist Felix für die Kindesmutter seines Babys auch alles andere als der perfekte Schwiegersohn, den sie sich gewünscht hätten. Vielleicht sogar, ist er nicht einmal der passende Partner für seine Liebe.
Kurzum: Felix Leben scheint zerrüttet und ein einziges mehr aus Zweifeln und Verletzungen. Da passt es nur zu gut, dass er auch noch einen wichtigen Menschen verliert.
Vielleicht jedoch gelingt es ihm, dafür einen anderen zu finden: seinen Vater.
Zumindest scheint eine Schallplatte aus dem Besitz seiner verstorbenen Großmutter in irgendeiner Weise an sein Schicksal geknüpft. Diese trägt den Titel „The Dark Site of Luck“.
Passender könnte man Felix‘ Leben wohl nicht beschreiben…

Felix scheint von einem Desaster ins nächste zu rutschen. Die Verknüpfung dieser Ereignisse kann ebenso wahrscheinlich wie unwahrscheinlich wirken. Auf jeden Fall aber hinterließen sie auf mich den Eindruck, dass Felix‘ Situation spürbar wird. Sie hat auf mich einen bleibenden Eindruck hinterlassen und dieser lässt sich am ehesten als Mitgefühl beschreiben.
Atmosphärische Darstellungen gelingen Hauffee ohne große Worte. Manchmal scheint es gerade die unbeschönigte Form und teils fast schon schlichte Ausdrucksweise der Gedanken und Worte zu sein, die er seinen Charakteren in den Mund, bzw. in den Geist legt, die den Leser einzufangen vermag. Hinsichtlich dessen, finde ich dieses Buch ziemlich gut gelungen.
Auch reizt mich die Plotidee.
Etwas schade finde ich jedoch, dass nicht nur Sprünge zwischen Szenarien und Zeiten den Lesefluss etwas erschweren, sondern auch einige kleine Fehlerchen in der Handlung an sich auftauchen. Gut, diese kann man getrost auch versuchen, einfach zu überlesen. Hier wäre aber vielleicht etwas mehr Kontrolle und Konzentration beim Niederschreiben einer sonst sehr schönen Idee von Nöten gewesen.
Wenngleich das Vokabular und die Sätze gut zu verstehen sind und einen angenehmen Lesefluss bieten könnten, sind es eben jene kleinen Fehler, bzw. diverse soeben erwähnte Sprünge, die mich beim Lesen haben Straucheln lassen. Leider trübte dies meinen Lesegenuss etwas.
Hinsichtlich des Charakterdesigns bin ich etwas zerrissen. Prinzipiell mag ich die Anlegung verschiedener Charaktere. Nicht nur Felix empfand ich als interessant dargestellt. Es gibt auch ein, zwei Nebencharaktere, die ich spannend finde. In diesem Buch finden sich Menschen mit Ecken und Kanten, die dennoch liebenswert sind und diese Mischung finde ich unterhaltsam. Leider vermisse ich dennoch bei einigen Charakteren etwas mehr Fundament. Einiges bleibt dann doch eher aus der angedeuteten Beziehungsebene zueinander in die Charaktere hinein zu interpretieren. Hier hätte ich mir teils mehr wirklich Festgelegtes gewünscht, um nicht nur zu vermuten, wo der Autor mit den Beziehungen der Charaktere zueinander hin möchte. Handlungsmotive, sowie Auslöser für gewisse Gefühle und Gedanken wären gerade hinsichtlich der Nebencharaktere so sicher etwas nachvollziehbarer und somit lebhafter geworden.

Die Handlung von „Das Lied meines Vaters“ hat mich überzeugt. Es gibt zwar einige Dinge, die ich zu bemängeln habe, was die Umsetzung einer guten Plotidee angeht, doch diese lassen sich zur Not auch etwas ausblenden. Das Charakterdesign bietet Höhen und Tiefen. Einige Fehler und kompliziertere Sprünge beeinflussen den Lesefluss, aber auch hieran kann man sich doch noch ganz gut anpassen.
Für einen Kaufpreis unter 5,- € kann man hier nicht allzu viel verkehrt machen. Das Preis – Leistungsverhältnis empfinde ich als gerechtfertigt. Interessant ist die Handlung allemal und meiner Meinung nach, rechtfertigt sie auch den Kauf dieses ebooks. 
Ich vergebe hier gern noch 3 von 5 Sternen. 











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Für dieses Rezensionsexemplar möchte ich mich ganz herzlich bedanken bei:



Sowie bei dem Verlag:






 

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